Cornelia Funke – Emma glaubt nicht an Feen
Emma ist viel lieber in der Natur unterwegs als den ganzen Tag in der Schule zu hocken. Die Elfjährige erkundet liebend gern die Tier- und Pflanzenwelt, sammelt Steine, Tannenzapfen, getrocknete Blüten und leere Schneckenhäuser und mag vor allem die kleinen verborgenen Geschöpfe sehr. Aber an Feen, Elfen und all die anderen Wesen aus Märchen glaubt die naturverbundene Emma nicht.
Eines Tages, als sie wieder einmal im verwilderten Park hinter dem Haus und zwischen den stacheligen Brombeerranken unterwegs ist, wird sie aus heiterem Himmel von einer Libelle in die Stirn gestochen. Und auf einmal schrumpft sie und ist nur noch so klein wie eine Maus. Ihr wird nach und nach klar, dass sie in der Feenwelt gelandet ist. Und diese Welt ist überhaupt gar nicht gut auf Menschen zu sprechen. Hier wird Emma wie ein Eindringling behandelt, den es zu bekämpfen gilt. Emma soll zurückgelassen und von einem Fuchs gefressen werden. Glücklicherweise gibt es drei Feen, die Löwenzahnfee, die Distelfee und die Glockenblumenfee, die bereit sind, dem Mädchen zu helfen. Wird Emma mit ihrer Hilfe wieder unversehrt zurück in die Menschenwelt gelangen? Die Antwort gibt es in Cornelia Funkes "Emma glaubt nicht an Feen" (Anzeige)*.
Das Positive zuerst: Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und man kann beim Lesen tief in die Natur eintauchen. Doch ansonsten hat mir das Kinderbuch nicht wirklich gefallen. Von einer bekannten Autorin wie Cornelia Funke, die weltweite Bestseller wie "Die wilden Hühner", "Die Gespensterjäger", "Drachenreiter" und "Tintenwelt" schrieb, habe ich doch etwas mehr erwartet. Die Handlung verläuft ohne jeglichen Zauber, die Feindseligkeit, der Zorn und die Negativität der Naturwesen gegenüber der Menschenwelt zieht sich durch die gesamte Geschichte, und die Protagonistin bleibt fahl, stets passiv und lässt sich immer nur von den Feen retten. Zu allem Überfluss kommt die Autorin in ihrem Plädoyer für einen besseren Umgang mit der Natur doch ziemlich stark mit dem erhobenen Zeigefinger daher. 🙁
Einer der wenigen Glanzpunkte für mich sind die liebevollen Illustrationen von Elias Linnekuhl, der die Natur, die Tiere und Pflanzen ganz wunderschön einfängt.
"Emma glaubt nicht an Feen" (Anzeige)* ist das neueste Buch von ehemals Bestsellerautorin Cornelia Funke, welches schön illustriert wurde, mich inhaltlich aber leider nicht überzeugen konnte. Bedauerlicherweise gibt es keine Empfehlung für diesen Kinderroman von mir.
Alles Liebe,
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