Starminster – Stadt in den Wolken (Band 1)
Astrid hat ihr ganzes Leben lang in einem Rhabarberschuppen gelebt. Die Elfjährige wurde dort von ihrer Mutter vor der Welt versteckt und durfte nie hinaus aus ihrem Zuhause oder gar mit anderen Menschen in Kontakt treten. Doch so langsam regt sich in ihr der Wunsch nach Freiheit. Vor allem möchte sie so gerne einmal die Sterne und die Weite des Himmels mit eigenen Augen sehen. Ein Ausbruchsversuch geht leider schief und sie wird von ihrer Mutter erwischt. Da erscheint eines Abends eine mysteriöse Frau mit echten Flügeln. Diese nimmt Astrid mit und bringt sie in eine über London schwebende Stadt bzw. Schule namens "Starminster – Stadt in den Wolken" (Anzeige)*. In dieser Schule werden sogenannte Librae, also Kinder wie Astrid, unterrichtet, denen Flügel wachsen und die einmal fliegen werden können. Doch dort angekommen, stößt Astrid auf ein dunkles Geheimnis: Kinder verschwinden auf geheimnisvolle Weise …
Ich möchte meine Rezension positiv beginnen. Das Titelbild von Devin Elle Kurtz wirkt magisch, mysteriös, strahlt ein Gefühl von Freiheit aus und weckt auf jeden Fall die Lust, in die Geschichte einzutauchen. Kinder mit Flügeln, die fliegen können. Eine geheimnisvolle Welt fliegender Menschen, versteckt hoch über der Metropole London. Welch ein Traum und welch eine phantastische Idee, so denkt man sich.
Und die Geschichte der nordirischen Autorin Megan Hopkins beginnt tatsächlich auch stark und spannend mit der Schilderung von Astrids Leben im Schuppen, fernab von der äußeren Welt. Leider kann sie dieses Niveau und auch die anfängliche Spannung nicht halten.
Das Buch hat insgesamt eine seltsame Schwere und ich bin einfach weder mit der Handlung noch mit den Charakteren warm geworden. Der Handlungsablauf wirkt oft unzusammenhängend, wie zusammengestückelt, ohne wirklich Sinn zu ergeben oder aufgelöst zu werden. Es wirkt, also ob da nach dem Schreiben durch das Lektorat noch ganz viel gekürzt oder auf ein kindlicheres Niveau gebracht werden sollte.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich die gruseligen Aspekte des Buches. Zum einen wird Astrid ja bis zu ihrem elften Lebensjahr von ihrer Mutter eingesperrt und hat keinen Kontakt zu anderen Menschen. Dann wird sie von einer fremden Frau entführt (so kann man das schon sagen), obgleich die Frau sie auch auf eine Art befreit. Und in der Überlondon-Welt geht es dann ja weiter mit anderen entführten Kindern, die eingesperrt werden und an denen experimentiert wird. Alles in allem schon recht viele verstörende Szenen und Handlungsstränge.
Aus dem Englischen übersetzt hat das Buch Petra Knese.
"Starminster – Stadt in den Wolken" (Anzeige)* ist ein Kinderroman über Kinder mit Flügeln, die wie Vögel fliegen können. Die Idee ist grundsätzlich eine gute, doch leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugt und ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen.
Alles Liebe,
Angaben zum Buch:
Autorin: Megan Hopkins
Illustratorin des Titelbilds: Devin Elle Kurtz
Originaltitel (englisch): Starminster
Übersetzerin: Petra Knese
Verlag: Beltz & Gelberg
Seitenzahl: 248 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2026
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
ISBN: 978-3407790330
Bildquelle: © Beltz & Gelberg
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